Emden und regenerative Energie


Die Hafenstadt Emden liegt direkt am Dollart, also in einer Region, wo es ein überdurchschnittlich hohes Aufkommen an Wind gibt.
Deshalb wird es in der heutigen Zeit auch wohl kaum einen Menschen verwundern, dass es rund um die Stadt Emden und auch auf dem Gebiet der Stadt Emden diverse Windkraftanlagen und auch Windparks gibt, also regenerative Methoden der Stromerzeugung.
Diesbezüglich gibt es in der Stadt Emden jedoch noch weitaus mehr, als lediglich die Nutzung der Windenergie mittels moderner Windkraftanlagen.

So wurden Anfang dieses Jahrtausends im Rahmen eine EU-Förderprogrammes in der Stadt Emden diverse Projekte rund um die Nutzung von regenerativen Energien gestartet und die Stadt Emden bezeichnet sich selbst seitdem auch als die "regenerative Hauptstadt Europas".

Einige dieser Projekte sollen Ihnen im Folgenden einmal kurz vorgestellt werden, wobei mit einem Projekt aus dem Bereich Solarenergie begonnen werden soll, dass Besucher der Stadt Emden direkt in Augenschein nehmen können, wenn Sie die Stadt Emden aus Richtung

Aurich

über die Bundesstraße B210 anfahren, denn im nördlichen Teil Emden kreuzt sich die B210 mit der Autobahn A31, so dass es dort die Autobahnbrücke gibt, die Sie auf folgendem Bild sehen können.

Die Emder Solarbrücke
Die "Solarbrücke" in der Stadt Emden


Wie es auf obigem Bild erkennbar ist, befinden sich an der Autobahnbrücke diverse Solarmodule, die sauberen elektrischen Strom erzeugen.
Diese Module wurden im Jahre 2003 dort befestigt, als die Brücke ohnehin mit Schallschutzwänden versehen werden musste und sie erzeugen seitdem jährlich rund 32.000 Kilowatt Ökostrom.

Bezüglich der Solarenergie gibt es in Emden allerdings noch mehr, zum Teil sehr kreative Umsetzungen.
Eine davon ist der sogenannte Solarbunker, der sich mitten in der Stadt Emden befindet und den Sie auf dem nächsten Bild sehen können.

Der -Solarbunker- in Emden
Der Solarbunker im Zentrum Emdens


Wenn Sie den Abschnitt über die Emder Museen gelesen haben, werden Sie bereits wissen, dass es in der Stadt Emden sehr viele alte Luftschutzbunker gibt, wie auch den Bunker auf obigem Bild.
Da sich dieser zentral gelegene Bunker früher nicht gerade förderlich für das Erscheinungsbild der Stadt Emden auswirkte, wurde er mit Solarmodulen verkleidet, so dass heute zwar immer noch nicht schön aussieht, aber wesentlich besser, als in früheren Zeiten.
Der positive Nebeneffekt dieser "Verschönerungsmaßnahme" ist, dass der Solarbunker in Emden heute zur Energieversorgung beiträgt und jährlich immerhin ca. 13.000 Kilowattstunden an Strom liefert.

Das letzte Energieprojekt Emdens, welches Ihnen hier vorgestellt werden soll, kann man am Bauwerk der Emder Kunsthalle ins Visier nehmen.
Dieses wurde auch mit Hilfe der EU-Förderung mit einer Erdwärme-Versorgung ausgestattet und man findet heute rund um das Gebäude der Kunsthalle die aus dem Erdboden ragenden Erdwärmesonden. (Siehe auch folgendes Bild)

Kunsthalle Emden: Erdwärmesonden
Erdwärmesonden an der Emder Kunsthalle


Diese Sonden reichen rund 200 Meter tief ins Erdreich, um die vorhandene Erdwärme nutzen zu können.
Auch wenn zur Nutzung der Erdwärme zu Heizzwecken noch elektrischer Strom für den Betrieb der Wärmepumpen eingesetzt werden muss, ist die Energieeinsparung in der Summe keinesfalls unerheblich.

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